Materialien & Oberflächen
Lackschutzfolie – PPF
Lackschutzfolie und PPF verständlich erklärt: Pflege der Folienoberfläche, empfindliche Kanten und die Grenzen selbstheilender Beschichtungen.
Was ist Lackschutzfolie?
Lackschutzfolie ist eine aufgeklebte Schutzfolie, die den darunterliegenden Lack vor bestimmten mechanischen und äußeren Einflüssen schützen soll. Die Abkürzung PPF steht für „Paint Protection Film“. Häufig besteht die Folie aus Polyurethan und trägt eine eigene Deckschicht. Es gibt glänzende, matte und weitere Ausführungen.
Eine Lackschutzfolie ist etwas anderes als eine aufgetragene Keramikversiegelung. Auch eine gewöhnliche Farbwechsel-Folierung ist nicht automatisch als Steinschlagschutz ausgelegt. Für die Pflege zählt die tatsächlich verbaute Folie.
Darauf kommt es in der Praxis an
Lass dir vom Folierer Produktname und Pflegehinweise geben. Nach der Montage kann eine Wartezeit bis zur ersten Wäsche nötig sein. Übertrage diese Frist nicht von einer anderen Folienmarke oder Serie.
Wasche mit sauberen, geeigneten Werkzeugen und freigegebenen Mitteln. Achte beim Abspülen besonders auf die Kanten: Der Wasserstrahl soll nicht aus kurzer Entfernung unter die Folie drücken. Halte die vorgegebenen Abstände ein und entferne Ablagerungen an Übergängen ohne harte Kratzer oder Fingernägel.
Teste Fleckenentferner und Pflege nur im erlaubten Rahmen. Auf matter Folie kann ein ungeeignetes Produkt den Glanz verändern. Prüfe nach der Reinigung auch, ob eine Kante bereits angehoben ist. Dort ist eine Kontrolle durch den Folierer sinnvoller als kräftiges Nacharbeiten.
Häufiger Irrtum oder Grenze
„Selbstheilend“ bedeutet nicht, dass jede Beschädigung verschwindet. Bei manchen Folien können bestimmte leichte Spuren in der Deckschicht zurückgehen; tiefe Schnitte, Risse oder Schäden bis zum Lack sind damit nicht gemeint. Versuche keine Reparatur mit unkontrollierter Hitze. Auch Polituren und aggressive Lösemittel dürfen nicht allein deshalb verwendet werden, weil sie auf normalem Autolack funktionieren.